On September 4, around 150 guests from around the world gathered for the awards ceremony at the German Architecture Center (DAZ) in Berlin. The evening was hosted by moderator Jens Kallfelz.
The winners of the Erich Mendelsohn Award 2026 at the awards ceremony at the German Architecture Center in Berlin.
Newcomer
Ort für Musik in rekonstruierter Residenz
Schloss Neustrelitz – Musikakademie Mecklenburg-Vorpommern
Das Schloss Neustrelitz wurde durch einen Brand am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört. Eine konzeptuelle Rekonstruktion der Schlossanlage soll die spürbare Lücke in der Stadt füllen und einen Ort für die Musikakademie Mecklenburg-Vorpommern bieten. Der Bauzustand mit massiver Außenwand und innenliegenden Fachwerkwänden wird neu interpretiert. Eine massive Backsteinwand formt die ursprüngliche Kubatur nach und wird durch eingestellte Holzkörper ergänzt, die das neue Raumprogramm beherbergen.
Die Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule ergänzt den fragmentierten Blockrand des Kölner Georgsviertels. Roter Wasserstrichziegel und differenzierte Fugenraster greifen die heterogene Umgebung auf und verleihen dem Neubau eine ruhige Eigenständigkeit.
Die Transformation des historischen Kaufhauses von 's-Hertogenbosch
Das ehemalige V&D-Kaufhaus in ’s-Hertogenbosch wird unter Erhalt der historischen Fassade und durch gezielte Eingriffe im Inneren zu einem Nutzungshybrid aus Markthalle, sozialem Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftlichen Angeboten transformiert.
Durch die behutsame Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Energiezentrale in der Hamburger Speicherstadt entsteht ein Ensemble, das ein Stück Stadtreparatur schafft, während die unterschiedlichen Zeitschichten sichtbar gemacht werden.
Der Hotelneubau setzt einen neuen Hochpunkt am Rand der St. Galler Innenstadt. Seine grünliche Backsteinfassade vermittelt zwischen Alt und Neu, während natürliche Materialien und eine flexible Gebäudestruktur nachhaltige Nutzung ermöglichen.
Der soziale Wohnbau steht in der Tradition von Bauweisen in warmen Klimazonen. Er ist um vier bioklimatische Atrien organisiert, die eine wesentliche Rolle für den Wohnkomfort der Bewohner spielen.
Regional gefertigter Backstein und vor Ort gewonnener Stein machen die mineralischen Schichten des Ortes sichtbar und verankern die Industrieanlage für ein Tequila-Unternehmen in ihrem vulkanisch geprägten geografischen Kontext.
Das denkmalgeschützte VEEM-Gebäude wird mit minimalen Eingriffen umgenutzt und durch drei Wohngeschosse ergänzt. Die markante Aufstockung mit begrüntem Dachhof stärkt seine Rolle als Orientierungspunkt im Quartier Strijp-S.
Das gemeinschaftsorientierte Sanierungsprojekt öffnet den dicht bebauten Block und schafft grüne, zugängliche Räume, während historische Elemente erhalten bleiben, die an die Vergangenheit des Ortes als industrielle Wäscherei erinnern.