Sporthalle am Pascal-Gymnasium
habermann.decker.architekten
Skulpturale Setzung für den Sport
Die neue Dreifachsporthalle der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium in Münster reagiert auf die besondere stadträumliche Lage und schafft einen definierten Ort mit hohem Identifikationswert für Schüler, Lehrer und Sportler.
Die hochgedämmte Fassade des Massivbaus ist mit einem ortstypischen, roten Ziegelmauerwerk verkleidet. Dabei kommen zur Gliederung des Baukörpers zwei unterschiedliche Mauerwerksstrukturen zum Tragen. Während im Sockelbereich die Steine größtenteils „glatt“ vermauert sind, ist die fensterlose Überhöhung des Hallenbereiches durch ein Relief akzentuiert, bei dem einzelne Ziegelköpfe in einem festgelegten Raster aus der Fassadenebene herausragen. Um den Eingangsbereich zusätzlich zu betonen, ist der Schulname ebenfalls als Relief an der Nordfassade neben dem Eingangseinschnitt abgebildet. Türen, Fenster und weitere notwendige Verkleidungen sind farblich der Ziegelfarbe angeglichen. Die homogene Materialität unterstreicht die skulpturale Gesamtwirkung des Baukörpers.
Die Sporthalle stellt sich als kompaktes, gut strukturiertes und damit wirtschaftliches Gebäude mit kurzen, übersichtlichen Wegen dar. Der gesamte Sporthallenbereich ist barrierefrei konzipiert und über das zentrale Foyer übersichtlich erschlossen. Um dem Hochleistungssport optimale Bedingungen ohne Blendungen zu ermöglichen, wurde eine natürliche Belichtung der Halle ausgeschlossen. Die Zuschauertribüne mit ihren 199 Sitzplätzen wird hingegen über ein durchgehendes Oberlicht belichtet.
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