Sporthalle am Pascal-Gymnasium

habermann.decker.architekten

Sporthalle am Pascal-Gymnasium

Skulpturale Setzung für den Sport

Die neue Dreifachsporthalle der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium in Münster reagiert auf die besondere stadträumliche Lage und schafft einen definierten Ort mit hohem Identifikationswert für Schüler, Lehrer und Sportler.

Die hochgedämmte Fassade des Massivbaus ist mit einem ortstypischen, roten Ziegelmauerwerk verkleidet. Dabei kommen zur Gliederung des Baukörpers zwei unterschiedliche Mauerwerksstrukturen zum Tragen. Während im Sockelbereich die Steine größtenteils „glatt“ vermauert sind, ist die fensterlose Überhöhung des Hallenbereiches durch ein Relief akzentuiert, bei dem einzelne Ziegelköpfe in einem festgelegten Raster aus der Fassadenebene herausragen. Um den Eingangsbereich zusätzlich zu betonen, ist der Schulname ebenfalls als Relief an der Nordfassade neben dem Eingangseinschnitt abgebildet. Türen, Fenster und weitere notwendige Verkleidungen sind farblich der Ziegelfarbe angeglichen. Die homogene Materialität unterstreicht die skulpturale Gesamtwirkung des Baukörpers.

Die Sporthalle stellt sich als kompaktes, gut strukturiertes und damit wirtschaftliches Gebäude mit kurzen, übersichtlichen Wegen dar. Der gesamte Sporthallenbereich ist barrierefrei konzipiert und über das zentrale Foyer übersichtlich erschlossen. Um dem Hochleistungssport optimale Bedingungen ohne Blendungen zu ermöglichen, wurde eine natürliche Belichtung der Halle ausgeschlossen. Die Zuschauertribüne mit ihren 199 Sitzplätzen wird hingegen über ein durchgehendes Oberlicht belichtet.

habermann.decker.architekten

Ort
Münster, Deutschland
Bauherr
Stadt Münster
Architektenprofil
Grundstückfläche
6.990 m²
Bebaute Fläche
1.595 m²
Nutzungsfläche
1.823 m²
Bauzeit
2020–2021
Baukosten
4,5 Mio. €