Shah Muhammad Mohshin Khan Mausoleum
Sthapotik
DAS TOR ZUM PARADIES
So wie das Josefzentrum im münsterländischen Greven der heiligen Josef-Figur gewidmet ist, die Schutz und Fürsorge symbolisiert, erinnert die Dargah in Hijuli an den Sufisten Shah Muhammad Mohshin Khan. Sein Wirken trug zur Verbreitung islamischen Wissens und spiritueller Praxis in der Region westlich von Dhaka bei. Mit dem Mausoleum wird dieses Erbe weitergeführt: Hier ruht der Sufi-Pir der Uwaisi-Tariqa, dessen Leben und Lehren die Nachbarschaft bis heute prägen.

Das Dach, der „Kronleuchter des Paradieses“, lässt das Licht sanft in den Raum fallen, während die 36 kreisförmigen Deckenöffnungen an die Mehrkuppel-Moscheen der Sultani-Periode erinnern und den Blick, wie die Seele, die sich zum Himmel erhebt, nach oben lenken. Auch der rote Backstein, der die Dargah umhüllt, erinnert an die jahrhundertealte Bautradition der Sultani-Zeit. Er wurde von Hand im nahegelegenen Ziegelwerk gebrannt. Die Wände werden aus sich wiederholenden kleinen Türmen gebildet, die eine vertraute, aber zugleich ikonische Komposition schaffen. Während die untere Hälfte der halbkreisförmigen Türmchen eine schützende Mauer bilden, ist die obere Hälfte von einem Jali- Gitter perforiert, das für natürliches Licht und Belüftung sorgt.
Die vertraute Sprache der Architektur verleiht der Dargah eine einladende Atmosphäre. Über das gesamte Jahr hinweg bildet sie einen Ort des Lernens und des Austauschs, an dem religiöser Diskurs gepflegt, gemeinschaftliche Entscheidungen getroffen und Menschen aller Geschlechter und Generationen willkommen geheißen werden.