Obwohl es in einem denkmalgeschützten Gebiet in Highgate im Norden Londons liegt, wollte die örtliche Behörde, dass das Haus seine informelle Hinterlandlage widerspiegelt. Rücksprünge und Sichtschutzanforderungen auf vier Seiten beeinflussten das Design der ineinander übergehenden Innen- und Außenräume. Der begrenzte Zugang wirkte sich auf die Materialauswahl und Bauweise aus – alle Elemente mussten in einer Größe gehalten sein, die durch die enge Zufahrt transportiert werden konnte. Diese Herausforderungen wurden als Chance genutzt, ein Zuhause zu schaffen, das sich von der gewohnten Londoner Wohnarchitektur bewusst abhebt.
Der Backstein ungewohnt spielerisch inszeniert: Trotz der eigentlichen Massivität des Baumaterials zieht sich durch die offenen Strukturen des Hauses in Betera ein Gefühl von Zartheit und Zurückhaltung.
In der Kölner Vorstadt realisierten Axel Steudel Architekten ein zweigeschossiges Wohnhaus mit angegliedertem Atelier, das sich sowohl in die Nachbarschaft einpasst als auch seinen eigenständigen Ausdruck bewahrt.
Dieses kleine Haus ist als eine Phrase innerhalb eines großen Gesprächs zu betrachten, als eine Pause im konstanten Lärm der Stadt – abwesend und unauffällig. Es besteht aus Leere, Gärten, Luft, Licht und dem ein oder anderen Backstein. Der Appell der Architekten lautet: Lass uns versuchen, mehr und besser zuzuhören – sogar den Momenten der Stille.
Das Haus schließt eine bestehende Reihenhauszeile in Süd-London ab und schafft eine klarere und formellere Ecke zur Straßenflucht als bisher. Gleichzeitig entsteht ein charaktervolles Bauwerk, das nicht nur mit dem lokalen Kontext in Dialog tritt, sondern auch zeigt, dass es sich um ein Haus zeitgenössischer Architektur handelt.
Das Projekt entstand aus den kombinierten Gegebenheiten des Ortes (ein Grundstück in einem Wohngebiet mit Reihenhäusern, das nur auf einer Seite bebaut ist) und des Programms (ein Paar mit zwei Töchtern, das zwei oder drei Zimmer und multifunktionale Räume wünscht) sowie der Herausforderung, mit einem knappen Anfangsbudget zu arbeiten. Der Zwischenraum wird mit einer leichten Bauweise gelöst (Transparenz, Absorption, schnelle Reaktion), während das Volumen der Innenräume in Massivbauweise (thermische Trägheit, Stabilität, langsame Reaktion) errichtet wird.
Das geometrische Design und die kreislaufgerechte Bauweise, die BLAF auszeichnen, sind in diesem Haus stark präsent. Ausgangspunkt war der Respekt für das natürliche Gelände und die Umgebung. Es wurde auf eine kompakte Bauform geachtet, um die Sichtbeziehungen vom öffentlichen Raum zur Landschaft dahinter zu erhalten. Durch den sechseckigen, gleichseitigen Grundriss steht das Volumen isoliert in der Landschaft, wodurch das unbebaute Gelände weitgehend in seiner natürlichen Topografie bestehen bleibt.
Auf einer kleinen Parzelle am Ufer des Seekanals Brüssel-Scheldeschuf das Architekturbüro Studio Farris Architects aus Antwerpen für eine Familie ein Wohnhaus, das den klassischen Grundriss auf den Kopf stellt und als Entwurfsmotiv den Ausblick auf den Kanal inszeniert.
Die moderne Reinterpretation des traditionellen Fassadenelements Backstein schafft bei der Umwidmung und Erweiterung des Pillows Hotel Maurits at the Park historische Kontinuität.
Im industriell geprägten Poblenou-Viertel in Barcelona knüpfen die neuen Büros mit einer abstrakteren Architektursprache an die historischen Gebäude der Umgebung an. Ohne direkte Nachahmung wiederholen sich in den Neubauten Masse, Materialität und Form.