AUSGEZEICHNETE ARCHITEKTUR

In der Architektur wird stets neu und öffentlich verhandelt, was gestalterische Möglichkeiten und bauphysikalische Grenzen eines Baustoffs sind. Am Ende dieses schöpferischen Prozesses stehen, auf festem Grund und aus solidem Backstein filigran oder flächig erbaut, überwundene Herausforderungen. Zumindest beim Preis für Backstein-Architektur. Jedes einzelne der eingereichten, nominierten und ausgezeichneten Gebäude ist ein Statement für ambitionierte Architektur und die unbestreitbare Relevanz dieses Baustoffs in unserer Zeit. Entdecken Sie die Fülle der Möglichkeiten.

Gebäude Label
Gebäudefoto Haus M
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Expressives Fassadenrelief
Haus M

Das Einfamilienhaus stellt in seiner Grundform Bezüge zum historischen Bestand her und setzt gleichzeitig durch seine ausdrucksstarke Fassade mit wildem Relief sowie einer Materialkombination aus Backstein, Eichenholz und Aluminium Akzente.

Mehrfamilienhaus Cham
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Archaische Präsenz
Mehrfamilienhaus Cham

Als wäre er schon immer da gewesen, steht der Neubau in seiner historischen Umgebung, die einer Collage unterschiedlicher Architekturstile gleicht. Im Inneren gruppieren sich zwei Wohnungstypen um einen Treppenkern. Sechs Wohnungen, ein gemeinsamer Partyraum und eine Galerie im Erdgeschoss nutzen einen prominenten, aber lange Zeit ungenutzten Platz am Eingang zur Schweizer Stadt Cham.

Pergolenviertel (BF 5 + 6)
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Zeitlose Fassadenspiele
Pergolenviertel (BF 5 + 6)

Die Baufelder 5 und 6 bilden den urbanen Kern des Pergolenviertels. Die fein gegeneinandergesetzten, orthogonalen Kuben lassen hier den zentralen Quartiersplatz entstehen. Arkaden prägen die öffentlichen Erdgeschosse, die mit gemischten Gewerbeeinheiten ausgestattet sind.

Petrolstation
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Architektonischer Dialog
Petrolstation

Das Charakteristikum des Vorgängergebäudes, das aufgrund bauphysikalischer Mängel ersetzt wurde, war eine zurückspringende Seitenfassade. Indem die Architekten diese Bewegung in den neuen Entwurf übernommen haben, konnte einerseits ein Puffer zwischen Straße und Gebäude geschaffen werden, andererseits bildet der Vorsprung ein Spiegelbild des monumentalen Landhauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite. So tritt das Wohnhaus in einen architektonischen Dialog. Durch größere Spielräume zu den Nachbargebäuden wird die Privatsphäre gegenseitig gewahrt.

Stellingen 62 – Wohnbebauung Sportplatzring (Baufeld A)
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Vielfalt in der Einheit
Stellingen 62 – Wohnbebauung Sportplatzring (Baufeld A)

Im Zentrum des Hamburger Stadtteils Stellingen entsteht derzeit auf einer Gesamtfläche von 73.500 Quadratmetern ein neues Quartier mit über 700 Wohnungen und einem breiten Nahversorgungsangebot. Die Wohnbebauung am Sportplatzring bildet ein eigenständiges Quartier, eingebettet in eine parkähnliche Landschaft, die geprägt ist von altem und wertvollem Gehölzbestand.

Gebäudefoto VU4B
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Appell an die Stille
VU4B

Dieses kleine Haus ist als eine Phrase innerhalb eines großen Gesprächs zu betrachten, als eine Pause im konstanten Lärm der Stadt – abwesend und unauffällig. Es besteht aus Leere, Gärten, Luft, Licht und dem ein oder anderen Backstein. Der Appell der Architekten lautet: Lass uns versuchen, mehr und besser zuzuhören – sogar den Momenten der Stille.

Gebäudefoto House 1721
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Wandelbares Stadthaus
House 1721

Das House 1721 spielt mit Licht und Schatten, den Materialien Backstein und Holz sowie mit Raumfolgen. Im Inneren entfaltet sich eine flexible Nutzung, die sich von klassischen Strukturen löst.

Atmosphärische Wandel
Newcomer
Wiederverbindung mit den Elementen
Atmosphärische Wandel

Das Projekt versucht, die Stadtbewohner wieder mit dem Ursprung der Materialien und mit der Natur zu verbinden. Durch die Schaffung eines Gebäudes, das mit dem Außenklima zusammenarbeitet, Energie selbsterzeugt und unterschiedliche Mikroklimata schafft, treten die Menschen wieder in Kontakt mit ihrer Umwelt, mit sich selbst, ihren Nachbarn, mit Pflanzen und Elementen. Die Wiederverbindung mit den Elementen im Allgemeinen bedeutet, sichtbar zu machen, was die moderne Welt unsichtbar gemacht hat. Zum einen die Materie (unsere Materialien kommen als Rohstoffe aus der Erde), zum anderen die Wassersysteme, Klimaanlagen, Heizung, usw., die die Adern unserer Gebäude sind. Sie sichtbar zu machen, schafft ein Bewusstsein für unseren Energieverbrauch und ermöglicht eine wohltuende Autonomie, die den lokalen Maßstab und unsere sozialen Beziehungen auch hier stärkt.

Gebäudefoto jtB house
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Hexagonaler Solitär
jtB house

Das geometrische Design und die kreislaufgerechte Bauweise, die BLAF auszeichnen, sind in diesem Haus stark präsent. Ausgangspunkt war der Respekt für das natürliche Gelände und die Umgebung. Es wurde auf eine kompakte Bauform geachtet, um die Sichtbeziehungen vom öffentlichen Raum zur Landschaft dahinter zu erhalten. Durch den sechseckigen, gleichseitigen Grundriss steht das Volumen isoliert in der Landschaft, wodurch das unbebaute Gelände weitgehend in seiner natürlichen Topografie bestehen bleibt.

Haus im Burggarten
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Die Romantisierung der Architektur
Haus im Burggarten

Auf den ersten Blick lässt sich das Haus am Burggarten von Uwe Schröder Architekten keiner Stilepoche zuordnen. Mosaike aus Backstein in Gelb, Rot und Blau, Eichenparkett sowie gemauerte Gewölbe und Bögen romantisieren das Wohnhaus für Studierende im Sinne Novalis’.

Haus in Betera
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Ein Gefühl von Leichtigkeit
Haus in Betera

Der Backstein ungewohnt spielerisch inszeniert: Trotz der eigentlichen Massivität des Baumaterials zieht sich durch die offenen Strukturen des Hauses in Betera ein Gefühl von Zartheit und Zurückhaltung.

Siedlung für Feldarbeitende
Newcomer
Inspirationsquelle Wasser
Siedlung für Feldarbeitende

Im Zentrum der balearischen Insel Mallorca liegt die landwirtschaftliche Region Es Pla – auch der Gemüsegarten von Mallorca genannt. Dort befinden sich ein bewaldetes Habitat und Jagdgebiet in unmittelbarer Nähe zu Bauernhöfen und Feldern. Von diesem Standort ausgehend haben die Architekten eine Lösung für die Unterbringung von Saisonarbeiter:innen vorschlagen, die dort für eine Saison arbeiten.

Glashütte Alt-Stralau
Sanierung
Von der Werkstatt zum Wohnhaus
Glashütte Alt-Stralau

Das ehemalige Werkstattgebäude aus dem Jahr 1923 wurde durch Eyrich-Hertwick Architekten saniert und seiner ursprünglichen Form angenähert. Nach dem Umbau zum gemeinschaftlichen Wohnen erinnert die Glashütte Alt-Stralau innen wie außen an frühere Zeiten und lockert den neuen Stadtteil auf der Berliner Halbinsel auf.

Gebäudefoto Haus W
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
In sich ruhende Residenz
Haus W

Ästhetische Zeitlosigkeit als Facette von Nachhaltigkeit: Anthrazitfarbener Backstein und brünierter Messing schaff en die edle Schale für den warmen Kern des Einfamilienhauses in München.

Gebäudefoto CASA0006
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Bilaterale Asymmetrie als Energiekonzept
CASA0006

Das Projekt entstand aus den kombinierten Gegebenheiten des Ortes (ein Grundstück in einem Wohngebiet mit Reihenhäusern, das nur auf einer Seite bebaut ist) und des Programms (ein Paar mit zwei Töchtern, das zwei oder drei Zimmer und multifunktionale Räume wünscht) sowie der Herausforderung, mit einem knappen Anfangsbudget zu arbeiten. Der Zwischenraum wird mit einer leichten Bauweise gelöst (Transparenz, Absorption, schnelle Reaktion), während das Volumen der Innenräume in Massivbauweise (thermische Trägheit, Stabilität, langsame Reaktion) errichtet wird. 

Himmel & Erde
Newcomer
Experiment Lehmhochhaus
Himmel & Erde

Die letzte verbliebene Lehmgrube Berlins befindet sich unweit des Entwicklungsgebiets Georg-Knorr-Park. So kam es zu der Entscheidung, dort eines der im Masterplan vorgesehenen Hochhäuser zu planen. Das 60 Meter hohe Volumen dreht sich zur Lehmgrube auf der anderen Straßenseite, während ein versunkener Platz das Hochhaus durch seine Anordnung zu den benachbarten Gebäudeachsen im Kontext verortet.

Gebäudefoto House in Singuilucan
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Raumgewordene Landschaftsmalerei
House in Singuilucan

Die anonymen Bauwerke im Tal von Mexiko in den Gemälden des mexikanischen Malers José María Velasco bilden den Ausgangspunkt für das Entwurfskonzept eines kleinen Hauses auf einer Ranch in Singuilucan, Hidalgo.

Stammhaus Fiege
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Typisch Westfälisch
Stammhaus Fiege

Die traditionell wirkenden giebelständigen Doppelhäuser übernehmen die Gebäudekubatur der bestehenden Wohnbebauung und fügen sich städtebaulich logisch ein. Durch den typisch westfälischen roten Klinker und dem Dach mit dunkler Biberschwanzdeckung entsteht mit dem Bestand ein harmonisches Ensemble. Die Neubauten passen sich dem genius loci an, bilden neue städtebauliche Räume und definieren somit den Ort neu, sodass eine Identifikation der Bewohner mit dem Ort gegeben ist.

Gebäudefoto Atelierhaus
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Kunst im Garten
Atelierhaus

In der Kölner Vorstadt realisierten Axel Steudel Architekten ein zweigeschossiges Wohnhaus mit angegliedertem Atelier, das sich sowohl in die Nachbarschaft einpasst als auch seinen eigenständigen Ausdruck bewahrt.