House in Singuilucan
operadora.

Raumgewordene Landschaftsmalerei
Im Laufe seiner Karriere entwickelte der mexikanische Maler José María Velasco eine ikonische Darstellung der mexikanischen Landschaft zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sein Werk brachte ihm zahlreiche nationale Auszeichnungen und internationale Anerkennung ein. Durch seine Gemälde verwandelte er letztlich die Geografie Mexikos in ein Symbol nationaler Identität.
Das Gemälde El Valle de México gilt als eines seiner bedeutendsten Werke. In allen sieben Versionen dieses Motivs bleiben die Elemente der Komposition konstant: der Himmel, die Bergketten am Horizont, das Tal, Felsen, Vegetation und die vernakuläre Architektur. Diese anonymen Bauwerke, die Velascos Darstellung des Tals von Mexiko bevölkern, bilden den Ausgangspunkt für das Entwurfskonzept eines kleinen Hauses auf einer Ranch in Singuilucan, Hidalgo.
Die Gestaltung der Fassade dient als Medium, um die informelle Addition von Volumen und die ausgeprägte Horizontalität, die für die architektonischen Elemente in Velascos Gemälden charakteristisch sind, nachzubilden. Diese irreguläre Silhouette organisiert das Raumprogramm linear, wobei der Grundriss die Konturen der Fassade widerspiegelt.
Um die Flächigkeit des Gebäudes weiter zu betonen, erstreckt sich die Außenwand über die eigentlichen Raumeinheiten hinaus und schafft so eine lineare Referenz im Plan. Das reduzierte Raumprogramm des Hauses wird in einer 100 Fuß langen, unregelmäßigen Enfilade entfaltet, die an einem Ende einen Lagerraum integriert und an den beiden Schlafzimmern jeweils einen Außenraum anschließt.
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