Die anonymen Bauwerke im Tal von Mexiko in den Gemälden des mexikanischen Malers José María Velasco bilden den Ausgangspunkt für das Entwurfskonzept eines kleinen Hauses auf einer Ranch in Singuilucan, Hidalgo.
Das Einfamilienhaus stellt in seiner Grundform Bezüge zum historischen Bestand her und setzt gleichzeitig durch seine ausdrucksstarke Fassade mit wildem Relief sowie einer Materialkombination aus Backstein, Eichenholz und Aluminium Akzente.
Der Backstein ungewohnt spielerisch inszeniert: Trotz der eigentlichen Massivität des Baumaterials zieht sich durch die offenen Strukturen des Hauses in Betera ein Gefühl von Zartheit und Zurückhaltung.
Das House 1721 spielt mit Licht und Schatten, den Materialien Backstein und Holz sowie mit Raumfolgen. Im Inneren entfaltet sich eine flexible Nutzung, die sich von klassischen Strukturen löst.
Elektroinstallation auf und in der zweischaligen Wand
Die Wahl der Elektroinstallation ist genauso wenig wie die Wahl der Fassade eine rein technische Entscheidung. Ob Aufputz- oder Unterputzinstallation und welches Schaltersystem – das ist heute eine Frage des Designs.
Im Jahr 2021 gründete sich der Erich Mendelsohn Initiative Circle mit dem Ziel, die Rolle Mendelsohns in der Geschichte der Moderne zu untersuchen sowie das Potenzial seiner Werkes zur Nominierung als Weltkulturerbe zu beurteilen. Die Mendelsohn-Expertin und Mitinitiatorin des Initiative Circles Regina Stephan erklärt, was das Werk des Baukünstlers so besonders macht.
Regina Stephan ist Professorin für Architektur- und Stadtbaugeschichte an der Hochschule Mainz. Neben der Architekturgeschichte zwischen 1850 und 1950 im Allgemeinen bildet Erich Mendelsohns Leben und Werk einen besonderen Schwerpunkt ihrer Forschungen.