Viele Ansprüche – eine Antwort
Der schlaglichtartige Rundblick von Peking bis Stockholm belegt: Mit Backstein geht alles zusammen. Der anspruchsvolle Nutzungsmix aus großen, kleinen und fließenden Räumen. Der Facettenreichtum des Materials, um jeder Einrichtung eine eigene Identität zu geben. Die Gratwanderung zwischen einerseits dem öffentlichen Auftritt, andererseits der Vermittlung, die richtigen Räume in hoher Aufenthaltsqualität zu bieten. Und Robustheit gepaart mit Langlebigkeit des Materials, unumgänglich bei einem derart stark genutzten Bautypus. Pädagogische Konzepte wandeln sich und damit die Architekturen. Ob wilhelminische Trutzburg oder – aktuell – das Lernhaus, immer wieder aufs Neue spielt der Backstein eine seiner Trumpfkarten aus: seine Vielfältigkeit und Anpassungsfähigkeit. Und untermauert, was Arno Lederer (LRO), sowohl Backstein- als auch Schulbauexperte, feststellt: „Schulhäuser sind nicht nur für die Schule gebaut. Sie sollten die Qualität haben, Heimaten zu werden und viele Jahre später noch positiv im Gedächtnis verankert zu sein.“