Den Bestand weiterbauen
Das Wohngebiet am nordöstlichen Stadtrand Münsters ist von Reihen- und Zeilenbauten geprägt, viele der Backsteingebäude stammen aus den 1920er- und 1930er-Jahren: eine unaufgeregte Nachbarschaft also. Auch das Haus, das der Architekt vorfand, stand schon seit 90 Jahren hier, ein eher düsterer, aber handwerklich einwandfreier und strukturell intakter Bau. Handlungsbedarf gab es dennoch, denn die 21 kleinen Wohnungen erfüllten weder in der Ausstattung noch im Zuschnitt die heutigen Ansprüche. Den Bestand weiterbauen, hieß also die folgerichtige Entscheidung; 420 Kubikmeter Ziegelmauerwerk und 390 Quadratmeter „völlig gesunde“ Holzbalkendecken blieben auf diese Weise erhalten.