Zwar bleibt der Trend zu klaren Formen ganz im Zeichen des Bauhausstils auch weiterhin bestehen, gleichzeitig finden sich in den letzten Jahren aber auch immer mehr auffällige Fassaden-Ornamente: Elemente, die aus der Fassade herausragen, gliedern geschlossene Gebäudehüllen und gestalten aufregende, dreidimensionale Fassadenstrukturen. Beton, Holz, Glas und Backstein werden miteinander vermischt, um Kontraste durch die Materialkombination zu erzeugen. Und nicht zuletzt definiert das Spiel mit den geometrischen Formen die Erwartungshaltung an die Fassadengestaltung immer wieder neu. Besonders spannend zu beobachten ist, dass die Tendenz zum Reduzierten keineswegs konträr zum schmuckvollen Ornament steht. Ganz im Gegenteil entfaltet die bewusst eingesetzte Verzierung ihre Wirkung oftmals erst in Kombination mit einer reduzierten Fassade.
Möglichkeiten, die nur Backstein eröffnet
Was außerdem auffällt: Kein anderer Baustoff erlaubt es, so einfach und vielfältig mit Ornamenten zu gestalten wie Backstein. Beispielsweise verleihen das Auslassen einzelner Steine, das Durchbrechen der regelmäßigen Mauerstruktur oder versetzt angeordnete Steine modernen Backsteinfassaden einen individuellen Reiz. Computerbasiert berechnet, präzise und vielfältig eingesetzt – alles scheint mit Backstein möglich: Unterschiede in Farbe, Format, Form, dem Mauerverband, Fugen oder der gewählten Technik können genutzt werden.