AUSGEZEICHNETE ARCHITEKTUR

In der Architektur wird stets neu und öffentlich verhandelt, was gestalterische Möglichkeiten und bauphysikalische Grenzen eines Baustoffs sind. Am Ende dieses schöpferischen Prozesses stehen, auf festem Grund und aus solidem Backstein filigran oder flächig erbaut, überwundene Herausforderungen. Zumindest beim Preis für Backstein-Architektur. Jedes einzelne der eingereichten, nominierten und ausgezeichneten Gebäude ist ein Statement für ambitionierte Architektur und die unbestreitbare Relevanz dieses Baustoffs in unserer Zeit. Entdecken Sie die Fülle der Möglichkeiten.

Gebäude Label
Haus im Burggarten
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Die Romantisierung der Architektur
Haus im Burggarten

Auf den ersten Blick lässt sich das Haus am Burggarten von Uwe Schröder Architekten keiner Stilepoche zuordnen. Mosaike aus Backstein in Gelb, Rot und Blau, Eichenparkett sowie gemauerte Gewölbe und Bögen romantisieren das Wohnhaus für Studierende im Sinne Novalis’.

HABITABLE LATTICE (54 Social Housing in Bon Pastor)
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Bioklimatisches Gitter
HABITABLE LATTICE (54 Social Housing in Bon Pastor)

Bei der Architektur des Wohnhauses HABITABLE LATTICE kommen bioklimatische Überlegungen zum Einsatz. Das keramische Gitter, das die dem Besòs zugewandte Fassade des Gebäudes bildet, nutzt die Verbindung mit dem Fluss, der als natürlicher Luftkorridor zwischen dem Meer und den Bergen fungiert. Der Venturi-Effekt, der durch diesen Korridor entsteht, sorgt für eine Querlüftung der Wohnungen. Die konstruktiven Elemente – Backsteinfassade, Sichtbeton und Gitter – nehmen Bezug auf den Charakter der Umgebung.

Luise 19E
Newcomer
Soziale und ökologische Wertschöpfung
Luise 19E

Luise 19E sollte eigentlich abgerissen werden. Doch mit dem aus dem Rückbau gewonnenen Backstein ist in einem partizipativen Prozess ein neues Haus entstanden – getreu dem Motto: von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft.

Social Atrium
Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
Begegnung im Mittelpunkt
Social Atrium

Das namensgebende zentrale Atrium bildet das Herzstück des elfgeschossigen Wohngebäudes: Aus dem Flur wird ein Ort des sozialen Miteinanders mit hoher Aufenthaltsqualität, die bioklimatische Architektur sorgt zudem für ideale Luft- und Temperaturverhältnisse.

Josefzentrum – Neubau einer Kirche mit Gemeindezentrum
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Von Ruhe und Begegnung
Josefzentrum – Neubau einer Kirche mit Gemeindezentrum

Der Neubau des Josefzentrums übernimmt die identitätsstiftende Rolle der ehemaligen Josefskirche und fügt sich mit seinem markanten Volumen als prägendes Element in das städtebauliche Umfeld von Greven ein. Das Zentrum vereint Kirche, Gemeindehaus und Freiräume zu einem Ort der Begegnung: Kirchplatz, Kirchhof und Forum schaffen öffentliche und halböffentliche Räume, die als Treffpunkt für Gemeindemitglieder und Stadtbewohner dienen. 

Pfirsichhaus
Newcomer
Pfirsichhaus
Wohnhof bei Peking

Das Pfirsichhaus am Stadtrand von Peking ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Bautyp des Wohnhofes im ländlichen Nordchina. Die Architektur, wo Neubau und Bestand durch angemessenen Umgang vereint werden sollen, setzte ein Verständnis des Kontextes und der Bauhistorie voraus. 

Changjiang Art Museum
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
STILLER BEOBACHTER
Changjiang Art Museum

Beständigkeit im hektischen Großstadtalltag: Das Changjiang Art Museum verbindet eine Kunstgalerie mit hoher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Während das Gebäude an die Vergangenheit des Standortes erinnert, hat es gleichzeitig die gegenwärtigen Bedürfnisse der Menschen im Fokus. 

Sporthalle Richard-Wagner-Grundschule in Berlin
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
FALTTECHNIK DER DDR-MODERNE
SPORTHALLE RICHARD-WAGNER-GRUNDSCHULE

Die Sporthalle ist ein Typenprojekt, das während der 1970er- und 1980er-Jahre in der DDR vielfach eingesetzt wurde. Charakteristisch ist die Dachkonstruktion aus vorgespannten trapezförmigen Faltwerkträgern. Bei der umfassenden Sanierung kam es den Architekten darauf an, die VT-Falten – im Äußeren wie im Inneren – sichtbar zu lassen. Der charakteristische Linienzug wird durch den prägnanten farbigen Dachrand betont und erlebbar gemacht.

Umnutzung, Scheune zu Wirtschaftsvilla
Newcomer
Paradies mit Nutzfaktor
Umnutzung einer Scheune zur Wirtschaftsvilla

Die alte Scheune im Dorf Pries, ein Vorort der Stadt Kiel, gehört zum Grundstück meiner Großeltern. Sie wird als Winterlager für Geräte, Boote und Anhänger genutzt. 

Forschungsprojekt der TU Darmstadt
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
So grazil wie belastbar
Ziegelschale aus planaren Ziegelfertigteilen

Einer selten gewordenen Bauweise widmete sich ein Forschungsprojekt  der TU Darmstadt: Mit Hilfe von Modulen entstand ein belastbares und doch fragil wirkendes Schalentragwerk.

Gelebte Gemeinschaft
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Gelebte Gemeinschaft
Zentrum für Kultur und Ökologie

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist ein Ort entstanden, der tief mit der Region verbunden ist. Sowohl das Kulturschaffen als auch agrarökologische Nutzung finden hier einen Raum.

Improvisierte Kulisse
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
IMPROVISIERTE KULISSE
Can Sau. Emergency Scenery

Ein zerstörter und bereits aufgegebener Ort im spanischen Olot wurde saniert und hat sich für die Bürger zu einem neuen Zentrum entwickelt. Der entstandene öffentliche Raum stellt bewusst Bezüge zur Geschichte des Ortes her und bietet zugleich Freiräume für individuelle Interpretationen und Nutzungen. Dafür brauchte es nicht mehr als eine durchlässige Fassade, die dem Gebäude in der dichten Stadtbebauung seinen Charakter gibt. 

Musée cantonal des Beaux-Arts
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Im Backstein liegt die Kunst
Musée cantonal des Beaux-Arts

Das Musée Cantonal des Beaux-Arts prägt als schützendes Backstein-Gebäude das neue Lausanner Kunstzentrum. Damit entwarf das spanische Büro einen Ort, an dem sich die schönen Künste wahrlich genießen lassen.

Neues Museumserlebnis
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
NEUES MUSEUMSERLEBNIS
Erweiterung und Renovierung des Museums De Lakenhal

Dank einer neuen Struktur und mit Hilfe der verbindenden Wirkung von Ziegelmauerwerk wird das Museum De Lakenhal in Leiden zu einem intuitiv erfahrbaren Gesamtraum mit ästhetischer Strahlkraft. Zeitgenössische Elemente unterstreichen den Charakter der einzigartigen historischen Architektur. 

Leietheater in Deinze, Belgien
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
Eine Ode an die Luministen
Leietheater Deinze

Der Luminismus ist eine Stilrichtung der Malerei mit Figuren, deren Silhouette in Licht gehüllt ist. Die Luministen, zu denen auch Emile Claus (1849 – 1924) aus Deinze gehört, setzen in ihren Werken auf starke Kontraste von Sonnenlicht und Schatten, sodass die dargestellten Szenen gewissermaßen aufleuchten und dennoch realistisch bleiben. Das Leietheater interpretiert die Werke der Luministen und der Maler aus Deinze sowie der Leie-Region. 

Uwe Schröder Architekt
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
EIN ORT FÜR DEN BRAUCH
Hochzeitsturm Plüderhausen

Auf einer für das Remstal typischen Streuobst wiese steht der Hochzeitsturm, dessen Ausgangspunkt ein lokaler Ritus aus dem 18. Jahrhundert ist: Paare pflanzen nach der Eheschließung einen Obstbaum auf einer „Hochzeitswiese“. Dieser Sitte wurde mit dem Turmbau ein architektonischer Rahmen gegeben.

Nakasone House
Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte
Weil das Innere zählt
Nakasone House

Als weitsichtige Reaktion auf die ansteigende dichte Bebauung in Mexiko-Stadt kreiert ein Haus mit einfachsten Mitteln einen Rückzugsort im Innersten.

Gebaute Imagination
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
GEBAUTE IMAGINATION
Ursulinen

Nachverdichtung, die Freiräume schafft: Die Schule ergänzt den Bestand mit zwei Baukörpern und großzügigen Höfen. Zusätzlich spielen an die industrielle Vergangenheit erinnernde Backstein-Fassaden mit der Fantasie der Betrachter. 

Begehbare Geschichte
Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
BEGEHBARE GESCHICHTE
Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zum Hochschulstandort Tirschenreuth

Die Revitalisierung der ehemaligen historischen Fronfeste zu einem digitalen Bildungsstandort basiert auf dem Konzept, neues Leben in alte Häuser einziehen zu lassen. Das ist nicht nur nachhaltig und reduziert Leerstand, sondern schafft auch Identität und erhält eine viele Jahrhunderte alte Bausubstanz.