Hinzu kommt: Die kürzlich veröffentlichten Baugenehmigungszahlen lassen nichts Positives hoffen, sie sind im ersten Quartal 2019 sogar gesunken. Dabei ist genehmigt noch lange nicht gebaut – das deutet darauf hin, dass beim Wohnungsneubau eine Abkühlung bevorsteht. „Wir brauchen mehr Wohnungen statt ideologischer Diskussionen und immer mehr Regulierung. Nur mit mehr Wohnungsbau lässt sich die seit Jahren angespannte Situation in den Großstädten lösen“, so Gedaschko.
Die Lösungen laut GdW: Das Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz müsse zügig kommen. Es müsse dauerhafte steuerliche Verbesserungen für den Wohnungsbau geben. Die Branche benötigte eine aktive und vorausschauende Liegenschafts- und Bodenpolitik der Städte und Kommunen ebenso wie interkommunale Lösungen und Stadt-Umland-Kooperationen als neue Ansatzpunkte. Die Kommunen müssten die Grundstücke grundsätzlich nach dem Gebot der Konzeptvergabe und nicht nach Höchstpreisen abgeben. Die Genehmigungskapazitäten in den Ämtern seien zu erhöhen und die Ergebnisse der Baukostensenkungskommission aus der letzten Legislaturperiode umzusetzen.
Kommunen, Länder und die Bundesregierung müssten an einem Strang ziehen. Zusätzlich sei eine bundesweit einheitliche Typenbaugenehmigung notwendig, um serielle und modulare Bauweisen zu unterstützen, die die Wohnungswirtschaft mit ihrer zukunftsweisenden Rahmenvereinbarung vorantreibe.