Pilares Tláhuac
Dellekamp Arquitectos
Ein Palazzo für Kunst und Handwerk
Das Projekt ist Teil des Förderprogramms „PILARES“ und befindet sich in einer der ärmsten Gemeinden. Das Gebäude fügt sich als „Palazzo“ in den städtischen Kontext ein und fördert durch Kunst- und Handwerkswerkstätten die Aneignung des Raums durch seine Bewohner. Die Einfachheit und Funktionalität des traditionellen roten Ziegels der Region ermöglichen es, das Projekt sowohl strukturell als auch ästhetisch zu lösen.
Das Projekt ist Teil des PILARES-Programms der Regierung von Mexico City. Es befindet sich in Tláhuac, einer der ärmsten Gemeinden im Süden der Stadt. Ziel dieses Programms ist es, Bildung und Kultur in die Gemeinschaft zu bringen. Daher wird das Gebäude als „Palazzo“ in den städtischen Kontext eingefügt, der Bildung und Kultur beherbergt und durch Kunst- und Handwerkswerkstätten die Aneignung des Raums durch seine Bewohner fördert.
Die Positionierung des Baukörpers auf dem Grundstück war ein entscheidender Entwurfsfaktor, da zwei große Palmen erhalten werden sollten und durch eine Drehung des Gebäudes in die Anlage integriert wurden. Dadurch löst sich das Gebäude von den Grundstücksecken und es entstehen Höfe. Das Raumprogramm ist auf zwei Ebenen verteilt und umfasst fünf Klassenräume, Verwaltungsbüros sowie Sanitäranlagen.
Mexico City verfügt seit dem 19. Jahrhundert über eine lange Tradition im Ziegelmauerwerk: Eine der ersten Fabriken wurde in der näheren Umgebung errichtet, wodurch sich eine ausgeprägte Baukultur mit diesem Material entwickelte. Die Einfachheit und Funktionalität des traditionellen roten Backsteins der Region ermöglichen es, das Projekt sowohl strukturell als auch ästhetisch zu realisieren. Bei der Ausführung wurde auf lokale Arbeitskräfte zurückgegriffen, die mit diesem Bausystem vertraut sind.
Dellekamp Arquitectos