Die Transformation des historischen Kaufhauses von 's-Hertogenbosch

Philip Becker

Die Transformation des historischen Kaufhauses von 's-Hertogenbosch

VOM KONSUMPALAST ZUM HAUS FÜR ALLE

Das ehemalige V&D-Kaufhaus in ’s-Hertogenbosch wird unter Erhalt der historischen Fassade und durch gezielte Eingriffe im Inneren zu einem Nutzungshybrid aus Markthalle, sozialem Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftlichen Angeboten transformiert.

Als Phänomen unserer Zeit lässt sich das Verschwinden alteingesessener Warenhausketten beobachten, nicht nur in deutschen Innenstädten. Auch in den Niederlanden ging 2016 mit Vroom & Dreesmann (V & D) eine der ältesten Kaufhausketten in Konkurs. Viele dieser „Paläste des Konsums“ stehen heute leer, so auch das 1931 von François Joseph Oscar Leeuw errichtete Gebäude in ’s-Hertogenbosch, das seit März 2023 ungenutzt ist. Der Entwurf transformiert es zu einem Nutzungshybriden aus öffentlichen Funktionen und sozialem Wohnen. Zentrales Prinzip ist das Arbeiten mit dem Bestand; die Eingriffe treten in Dialog mit ihm, ohne die historische Fassade zu verändern.

Nach der Transformation vereint das Gebäude fünf Funktionen: Markthalle mit Galerie, Wohnungen, Büroräume, ein Gemeindezentrum und eine Fahrradgarage. Die Markthalle ist als Erweiterung des Marktplatzes konzipiert und bringt öffentliches Leben ins Gebäude. Verkaufsstände mit regionalen Produkten verteilen sich über Erd- und erstes Obergeschoss. Zentrum ist eine zweigeschossige Halle, die durch die Erweiterung des Lichthofs entsteht und vom neuen Turm, Glasdach und Galerie geprägt wird.

Das Gebäude bietet einen Wohnungsmix für Ein- bis Sechspersonenhaushalte, diese werden durch Gemeinschaftsflächen ergänzt, darunter Werkstatt, Dachterrasse, Innenhof und Gemeinschaftssaal. Sie werden über das historische Treppenhaus und den Turm erschlossen. Die Wohnungen am Innenhof sind als Duplex organisiert, weitere Einheiten im vierten Obergeschoss werden über einen Laubengang erschlossen. Alle Wohnungsgrundrisse folgen einheitlichen Prinzipien wie einer diagonalen Raumordnung und der visuellen Verbindung zwischen Stadt und Innenhof.

Durch die Erweiterung des Lichthofs entsteht im zweiten Obergeschoss ein Innenhof, der als Verteiler- und Aufenthaltsraum dient. Von hier werden Wohnungen und Arbeitsstätten erschlossen, mit Einblicken in Markthalle und Gemeindezentrum. Das Gemeindezentrum folgt dem niederländischen Konzept des „Buurthuis“ als Ort für Begegnung, Bildung und soziale Aktivitäten. Es bietet Raum für Veranstaltungen, Kurse und Treffpunkte sowie die Möglichkeit, aus überschüssigen Lebensmitteln des Markts Mahlzeiten für Bedürftige zuzubereiten. Damit knüpft es an die Funktion als Begegnungsort eines Kaufhauses an und entwickelt diesen weiter.

Durch die Erweiterung des Lichthofs entsteht im zweiten Obergeschoss ein Innenhof, der als Verteiler- und Aufenthaltsraum dient. Von hier werden Wohnungen und Arbeitsstätten erschlossen, mit Einblicken in Markthalle und Gemeindezentrum. Das Gemeindezentrum folgt dem niederländischen Konzept des „Buurthuis“ als Ort für Begegnung, Bildung und soziale Aktivitäten. Es bietet Raum für Veranstaltungen, Kurse und Treffpunkte sowie die Möglichkeit, aus überschüssigen Lebensmitteln des Markts Mahlzeiten für Bedürftige zuzubereiten. Damit knüpft es an die Funktion als Begegnungsort eines Kaufhauses an und entwickelt diesen weiter.

Ziel des Entwurfs ist die Weiterentwicklung des Bestands im Sinne des Weiterbauens unter Wahrung seiner architektonischen Sprache und Geschichte.

Philip Becker

Ort
s-Hertogenbosch, Niederlande
Grundstückfläche
N/A
Bebaute Fläche
N/A
Nutzungsfläche
N/A