noAarchitecten
noAarchitecten ist ein Team von rund fünfundzwanzig Menschen, das an einem vielfältigen und facettenreichen Werk arbeitet, mit einem Schwerpunkt auf öffentlichen Gebäuden, Wohnungsbau und der Transformation bestehender und historischer Bauten in Belgien, Deutschland und der Schweiz.
Schon früh erhielt das Büro die Möglichkeit, sich intensiv mit der Arbeit an bestehenden Gebäuden für öffentliche Nutzungen auseinanderzusetzen. Anfang der 2000er-Jahre, als die Transformation von Gebäuden in der Architektur noch keine gängige Praxis war, entwickelte es einen eigenen Ansatz, der handwerkliches Können, technisches Wissen und eine Leidenschaft für Narration und Historiografie miteinander verbindet. noAarchitecten strebt danach, auch Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen, indem Gebäude und Räume mit einer Intelligenz geschaffen werden, die es ihnen ermöglicht, sich an zukünftige Bedürfnisse anzupassen. Kontextuelle Kontinuität und ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit in technischer, kultureller und sozialer Hinsicht sind richtungsweisend für die Entwicklung bewusster und kritischer Projekte, mit besonderem Augenmerk auf inklusive und zugängliche urbane Bedingungen.
So interessiert sich noAarchitecten ebenso dafür, was Architektur sein kann, wie dafür, was sie bewirken kann. Auf der Suche nach relevanten Antworten auf komplexe Fragestellungen bildet noAarchitecten gerne Allianzen mit Disziplinen außerhalb der Architektur: mit Künstler:innen, Szenograf:innen, sozialen Organisationen und Expert:innen, aber auch mit den alltäglichen Nutzer:innen. Sie tragen dazu bei, häufig übersehene Kriterien zu berücksichtigen und so ein zeitgemäßes Verständnis der Welt zu entwickeln, in der wir leben.
Nach dem Gewinn des internationalen Wettbewerbs im Jahr 2017 für die Transformation der ehemaligen Citroën-Garage zum Kanal Centre Pompidou in Brüssel gründete noAarchitecten gemeinsam mit Sergison Bates architects (London) und EM2N (Zürich) das Kollektiv Atelier Kanal. Das Projekt befindet sich derzeit in Ausführung und wird Ende 2026 eröffnet.
Philippe Viérin (*1969, Brügge) schloss 1992 sein Studium an der Universität Gent ab und arbeitete bei Stéphane Beel in Brügge sowie bei KCAP in Rotterdam. Neben seiner Tätigkeit als Partner bei noAarchitecten leitet er auch Viérin Architecten in Brügge. Von 2006 bis 2015 war er Mitglied und später Vorsitzender der Kwaliteitskamer West-Vlaanderen und lehrte zwischen 2013 und 2018 an der TU Delft und der UCL. Im Jahr 2020 veröffentlichte er als Architect in Residence das Buch Plaats/Place und konzipierte die dazugehörige Ausstellung im In Flanders Fields Museum in Ypern. Seit 2025 ist Philippe Gastprofessor für Architekturentwurf am Politecnico di Milano.
An Fonteyne (°1971, Ostende) schloss 1994 ihr Studium an der Universität Gent ab und arbeitete bei DKV Architects in Rotterdam und David Chipperfield Architects in London. Von 2013 bis 2017 lehrte sie an der TU Delft und war an der Einrichtung des Masterstudiengangs Adaptive Reuse an der Universität Hasselt beteiligt. Seit August 2017 ist sie Professorin für Affektive Architekturen an der ETH Zürich.
Jitse van den Berg (°1971, Nijmegen, NL) studierte an der TU Berlin und der TU Delft und schloss sein Studium im Jahr 2000 ab. Während und nach seinem Studium arbeitete er für Sauerbruch Hutton Architects in Berlin und David Chipperfield Architects in London und Berlin. Von 2013 bis 2017 lehrte er an der TU Delft.