Warum Erich Mendelsohn heute noch relevant ist
Welche Bedeutung hat Erich Mendelsohn für die Architektur der Gegenwart? Dieser Frage widmete sich David Fishman in seinem Grußwort zur Preisverleihung des Erich-Mendelsohn-Preises 2026 für Backstein...
Am 4. September kamen rund 150 Gäste aus aller Welt zur Preisverleihung im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin zusammen. Mit rund 150 Gästen aus verschiedenen europäischen Ländern sowie aus den USA und Mexiko war die Preisverleihung auch in diesem Jahr international besetzt. Durch den Abend führte Moderator Jens Kallfelz.
Bereits zum wiederholten Mal bot das DAZ den Rahmen für die feierliche Verleihung. Ernst Buchow, Vorsitzender der auslobenden Initiative, dankte dem BDA für die Gastfreundschaft und griff dabei das Selbstverständnis des DAZ als „Ideenlabor, einen Ort des Austauschs, der Vermittlung und Debatte“ auf – ein passender Rahmen für einen Abend, der internationale Architektur und ihre Akteure zusammenbrachte. Einen inhaltlichen Akzent setzte der Autor und Architekturhistoriker David Fishman, der bis zuletzt für Robert A.M. Stern Architects tätig war und an der renommierten New-York-Buchreihe mitwirkte, mit seinem Grußwort zu Erich Mendelsohn. Als Namensgeber des Preises bildete Mendelsohn dabei den historischen und ideellen Bezugspunkt der Verleihung. Fishman nahm dies zum Anlass, nicht allein dessen architektonischen Einfluss zu beleuchten, sondern anhand ausgewählter Zitate auch den Menschen hinter dem Werk, seine Haltung und sein Denken lebendig werden zu lassen.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Verleihung der Awards. Insgesamt wurden acht Auszeichnungen vergeben: Neben dem Grand Prix zeichnete die Jury vier Arbeiten mit Gold aus. In der Kategorie Wohnungs- und Geschosswohnungsbau ging Gold an Caruso St John Architects für das Veemgebouw in Eindhoven, in der Kategorie Büro- und Gewerbebauten an Boltshauser Architekten für das Hotel Leo in St. Gallen. Klöpfel Zeimer Architekten erhielten Gold für den Umbau des Siedlerhauses Battin.
Auch der Nachwuchs rückte an diesem Abend in den Fokus: DETAIL begleitete den Erich-Mendelsohn-Preis als Medienpartnerin und übernahm die Schirmherrschaft für den Newcomer Award. Dessen Gold-Auszeichnung ging an Deborah Süß von der HTWK Leipzig für ihren Entwurf „Kühlturm“ – eine neue Typologie für einen öffentlichen Ort der Kühlung, die ökologische und soziale Anforderungen miteinander verbindet.
Erstmals wurde zudem die Auszeichnung „Best in Germany“ vergeben. Sie ging an DMSW Architektur Stadt Landschaft für „Ein Monolith als Lückenschluss“ in Berlin, an ZILA für die Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln sowie an BIWERMAU Architekten für die Maschinenzentralstation in der Hamburger Speicherstadt.
Im Anschluss an die Preisverleihung wurde die begleitende Ausstellung eröffnet. Auf rund 40 Projektstelen präsentiert sie eine Auswahl der ausgezeichneten und nominierten Arbeiten und gibt damit einen umfassenden Einblick in die Bandbreite des diesjährigen Wettbewerbs. Mit der Enthüllung der Stelen öffnete sich zugleich der Raum für Begegnung und Austausch: Die Gäste konnten die Projekte aus nächster Nähe entdecken und mit Preisträgern sowie Vertretern der internationalen Architekturszene ins Gespräch kommen.
Von Berlin aus geht die Ausstellung nun weiter auf Reisen: Ihre nächste Station ist das Internationale ArchitekturForum 2026 im Rahmen der GET NORD in Hamburg, das vom 19. bis 21. November unter dem Leitthema „Future Building“ stattfindet.
Wir gratulieren herzlich allen Gewinnerinnen und Gewinnern und bedanken uns für den schönen wie bereichernden Abend!