Gewölbekonstruktionen haben eine lange Geschichte: Schon Ägypter und Römer benutzten die aufwendige Technik und schufen damit außergewöhnliche Bauwerke, wie beispielsweise das Pantheon. Epochen- und kulturübergreifend finden sich eindrucksvolle Kuppelkonstruktionen in Sakralbauten, die den enormen Einfluss von Gewölbekonstruktionen auf die architektonische Entwicklung unterstreichen.
Dieses kulturhistorische Erbe gilt es nun fortzuschreiben und die Konstruktion ästhetischer Gewölbekonstruktionen mit weniger Aufwand zu ermöglichen. Dazu entwickelte das Forschungsteam Fertigteile am Computer, die eine Längs-und Querbewehrung aufnehmen und somit durch einen Übergreifungsstoß verbunden werden können. So kommen sie ohne ein vollflächiges Lehrgerüst aus.
In Zukunft werden nun statt einzelnen Ziegeln stabile, vorgefertigte Module verbaut. Die Unterkonstruktion ist anhand des Computermodells direkt mitentwickelt und optimiert worden.